§ 99. Ortsbestimmung von Schuß und Ziel. 213 Die Brenngeschwindigkeit ergibt sich jetzt aus (16) und (25): ¿ = ( DE )" · [1 + · α Pz Po v2 C²T: To Κα k-1 (26) Die unbekannte Geschwindigkeit c wird empirisch ermittelt, indem man beim Luftdruck Po, kleinen Schußweiten, flachen Bahnen pz, Tz, Vz ersetzt durch Po, To, vo und die mittlere Brenngeschwindigkeit beob- achtet, d. h. die Länge des wirklich abgebrannten Zündsatzes, geteilt durch die Flugzeit. Diese,,mittleren" Brenngeschwindigkeiten sind noch, wie oben, zu normieren und dann in ihrer Abhängigkeit (am besten) von der Flugzeit t graphisch darzustellen. Der Grenzwert für t=0 ist dann gleich (1 1 + Κα v2 Ο k -i c2 ; woraus c zu bestimmen. Ist eine Flugbahn und ihr zeitlicher Ablauf bekannt, sind also pz, L₂, v₂ bekannte Funktionen von t, so ergibt sich aus (26) durch numerisch- graphische Integration b=födt, (27) also die zur Zeit t gehörige Brennlänge. Man ist dadurch imstande, die Teilung auf dem Zünder theoretisch voraus herzustellen. Nachträgliche Korrektur durch Schüsse bleibt natürlich nötig; aber man braucht weniger. Wegen Einzelheiten des Verfahrens ist zu verweisen auf Stübler, Artill. Monatshefte 1918. Achtzehntes Kapitel. Zielen und Richten. § 99. Ortsbestimmung von Schuß und Ziel. Um der Waffe die erforderliche Seiten- und Höhenrichtung zu geben, muß man bei Feld- (und See-) Zielen die Richtung und die Entfernung des Zieles, bei Luftzielen noch die Höhe kennen. Diese zwei (bzw. drei) Größen kann man nur durch zwei (bzw. drei) Beobachtungen ermitteln, mindestens. Bei Feld- (und See)-Zielen hat man an solchen Beobachtungen vor allem die Ziellinie vom Beobachter B zum Ziel Z hin. Zwei solcher Ziellinien, von zwei Beobachtungen B₁, B₂ aus, bestimmen, auf denselben Plan eingetragen, die Lage des Zieles. (Verfahren der Lichtmeẞtrupps; Vor- wärts-Einschneiden des Feldmessens.) Damit sind zugleich die Entfer- nungen B₁Z, B₂Z bekannt. Ist insbesondere ZB, B₂ ein Rechter, so ist 1