166 Fünfzehntes Kapitel. Innere Ballistik. ist als Anfang der Flugbahn zu nehmen, wie das sonst gesagt wird, denn in diesem wirken die Pulvergase noch; sondern der Punkt, in dem diese Wirkung ganz aufgehört hat. Durch Messungen zusammengehöriger Werte von 8 und t (nach § 14 S. 40), findet man zusammengehörige Werte von v und w-dw, also, da w kannt ist, von v und dw. Hat man auf diese Weise die Funktion dw von v empirisch ermittelt, die noch von einer (oder mehr) dem Schuß eigenen Konstanten abhängen wird, so kann man umgekehrt die Bahn des Ge- schosses während der zweiten Phase berechnen nach den Formeln: t x= - w w - ― =fcoso ds, z=fsin wds. dv - dw+g sino' vdv dw+g sino Integriert man bis zu dem Zeitpunkt, für den dwo ist, so erhält man Ort und Zeit für den Endpunkt der zweiten Phase. Die Geschwindigkeit in diesem Punkte ergibt sich aus der Gleichung dw=o. Stellung (4, 9) und Geschwindigkeitszustand (†, 9) erhält man aus den Werten von &, 9, 4, 9 im Anfang der zweiten Phase wie in Kap. XI, nur ist jetzt W dw für w zu setzen. Fünfzehntes Kapitel. Innere Ballistik. § 73. Die Aufgaben. Die Hauptaufgabe der inneren Ballistik ist die Ermittelung der Geschoßbewegung im Rohre und der dabei entwickelten Drucke und Temperaturen. Kennt man den Weg 8, den das Geschoß von der Masse m bis zur Zeit t zurückgelegt hat, als Funktion von t, so ist auch seine ds dt Geschwindigkeit v=8= zur Zeit t bekannt. Ebenso seine Beschleu- nigung &=3, also auch die Kraft, mit der es sich bewegt: P=ms. (1) Diese,,Effektivkraft" ms ist nach der Newtonschen Bewegungsgleichung gleich der Triebkraft des Pulvers, wenn man zunächst von den kleinen Verlusten durch den Widerstand der Luft, der Reibung im Rohre und,