§ 68. Drall kleinster Zugbeanspruchung. 159 im Anfang ist die mittlere Triebkraft P' T -= х gleich der Triebkraft P= dT dx " und diese ist statisch zu definieren als Druck der Pulvergase dividiert durch den Querschnitt. Da die Bewegung erst beginnt, wenn die Trieb- kraft einen beträchtlichen Wert erreicht hat, muß der Drall mit einem sehr kleinen Winkel beginnen. Nach (1) ist die Zunahme der Drehwucht proportional der Zunahme der Weglänge x. Dem Teil dx der Weglänge entspricht aber ein Teil ds = sec D· dx der Länge der Züge. Soll also, genauer, die Dreh- wucht nicht proportional der Weglänge, sondern proportional der Zug- länge anwachsen, so ist die Gleichung (1) durch die Differentialgleichung zu ersetzen: с q2 sec Ddx. d T tg2D = Die ergibt integriert: T⚫ tg²D = 8 q2 (3) (4) Da nur die Beziehung zwischen T und x, nicht die zwischen T und 8 als bekannt gelten kann, ersetzen wir s durch: sec D 4x, nehmen die 1 • Differenzen 4x alle gleich X, wo X die Länge des gezogenen Teils n ist, und bilden, indem wir noch CX n q² = k setzen, die Gleichungen: T₁tg2D₁ = k sec Do T₂ · tg²D₂ — T₁· tg²D₁ = k sec D₁ (5) • • · Tn tg² Dn - Tn-1 tg2Dn-1 = k sec Dn-1. Aus diesen Gleichungen und dem Anfangsdrallwinkel Do kann man der Reihe nach die zu den Weglängen n 2 3 X, X, X, n ... n n ... n X = X gehörigen Drallwinkel · D1, D2, D3, Dn berechnen. Dabei ist aber der Wert der Kon- stanten c oder k zunächst noch unbestimmt. Er ist aus der Forderung zu ermitteln, daß Dn den vorgeschriebenen Wert des Enddrallwinkels an- nimmt. Die Addition der Gleichungen (5) ergibt, daß Tn tg² Dn größer ist als kn sec Do und kleiner ist als kn sec Dn, also gleich ist kn sec D', wenn mit D' ein Mittelwert des Drallwinkels bezeichnet wird. Ist D' etwa 2 bis 3 Grad, so ist sec D' 1,001, also kann aus der Gleichung Tn tg² Dn n sec D' der Wert von k mit einer Genauigkeit von etwa 1 pro mille bestimmt werden. Hat man zu diesem kaus (5) die n Drallwinkel D1, D2, D3, ... Dn berechnet, und sollte der • = · = k =