§ 61. Ältere Ansätze. 145 d. h. durch Geschützneigung oder schiefe Schildzapfenachse kann die Seitenabweichung auf kleinen und mittleren Entfernungen gerade aus- geglichen werden. Auf großen Entfernungen schießt man mit indirekter Beobachtung, braucht also keinen Ausgleich. Eine Neigung der Schild- zapfenachse ist zweckmäßig bei unabhängiger Visierlinie und namentlich dann leicht herzustellen, wenn diese Achse, wie z. B. beim russischen Feldgeschütz von der Radachse verschieden ist. Übrigens handelt es sich nur um sehr kleine Neigungswinkel. Auch beim Schießen gegen Luftziele ist dieser Ausgleich, wenn auch weniger genau, noch zu empfehlen, da dadurch wenigstens der Hauptteil der Seitenabweichung beseitigt wird. Zwölftes Kapitel. Kosmische Ballistik. einsetzt. § 61. Ältere Ansätze. Das Luftgewicht hängt von der Höhe, also bei einer gegebenen Flug- bahn von irgendeinem Element derselben, z. B. von tgw ab. Demnach kann man der Veränderung desselben Rechnung tragen, indem man in den Differentialgleichungen für den Geschoßfaktor c eine passende Funk- tion von tgl Zu dem angegebenen Zwecke macht zuerst Sparre eine solche Substitution. Aber die Einführung von tgo in c findet sich schon bei Borda, Legendre und Français, wenn auch nur, um die Gleichungen integrabel zu machen (vgl. § 22). Da von diesen Verfahren .die späteren als natürliche Weiterbildung erscheinen, mögen sie hier kurz berührt werden. Setzt man zur Abkürzung tgw = p, so ergibt die Differentialgleichung xdp oder pi+g=0 ((5) S. 38): gdt = - d2 p dxdp d2 pd x + d² xd p d2 x dx2 = 0, also x w cos w = x2 v2 cos² w cos w wenn man das Newtonsche Gesetz w = cv² zugrunde legt. Demnach er- hält man eine integrable Gleichung z. B. für die Substitution c = co (Borda). Denn das gibt: d dp dp dx Co cos wo COS W cos wo Vahlen, Ballistik. dp dx = Co - (p − Po) + Po, Coswo 10