§ 9. Der Luftwiderstand abhängig vom Luftgewicht. 23 belastung der ersten Potenz und der Geschoßfaktor c der reziproken ersten Potenz des Kalibers proportional. Mit wachsendem Kaliber kann man also c (theoretisch) beliebig klein machen. § 9. Der Luftwiderstand abhängig vom Luftgewicht. Nach dem Newtonschen Gesetze ist der Luftwiderstand der Dichte der Luft proportional. Man hat bisher keine Veranlassung gehabt, diese Annahme durch eine genauere zu ersetzen. Statt der Dichte führt man das spezifische Gewicht in kg/cbm ein, das im Mittel etwa 1,2 beträgt. Der Kruppschen Widerstandstabelle liegt der Wert 1,206 zugrunde, der bei 15° Celsius, 750 mm Barometerstand und halber Sättigung statthat. Braucht man den Widerstand für ein anderes Luftgewicht d, so muß man die Zahlen der Tabelle mit als Mittelwert. 8 1,206 multiplizieren. Andere betrachten 1,22 Bei der Unbestimmtheit, die jedem Mittelwert von Natur anhaftet, wäre es berechtigt und zweckmäßig, sich auf einen ,,runden" Wert, z. B. 1,2 als Mittelwert, zu einigen. Tagesluftgewicht. Das Luftgewicht hängt von der Temperatur, dem Luftdruck und dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft ab. Zur Berech- nung desselben dient die Formel: 80,465. Bo T S.E 0,174 · 9 Τ = = (13) darin bedeutet Bo den auf 0° Celsius reduzierten Barometerstand, T die absolute Temperatur (273º 0° Celsius, 274° 1° Celsius), E die Spannung des gesättigten Wasserdampfes bei T Grad in mm Quecksilbersäule, s die relative Feuchtigkeit in Teilen der Sättigung, so daß s = 1 der Sättigung entspricht. } B. ergibt sich aus dem abgelesenen Barometerstand B durch Subtraktion von 0,000162. B. (T-273), 8 liest man am Hygrometer ab, E entnimmt man einer Tabelle. Im folgenden ein kurzer Auszug aus einer solchen: to Celsius - 10 -5 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 2,2 3,2 4,6 6,5 9,1 12,8 17,4 23,5 31,5 41,9 54,9 71,4 92,0 Höhenluftgewicht. Bezeichnet man mit d₂ das Luftgewicht in z m Höhe, so ist annähernd (für Höhen von einigen Kilometern höchstens) d₂ = d。・ (1—0,0001 ·z). (14) E · 2 Der Koeffizient 0,0001 ist das Mittel aus dem älteren St.-Robertschen Werte 0,00008 und dem neueren Charbonnierschen Werte 0,00011, wenn man dem letzteren das doppelte Gewicht der ersteren beilegt. Ein ge- nauer Wert steht nicht fest, da es sich um interpolierende Approximation einer Tabelle handelt.