§ 5. 9 Coriolis-Kraft. renden Bewegung. Sie ist parallel der Äquatorebene und dreht (v) im Drehungssinne der führenden Bewegung. Jetzt sei der Punkt P der Schwerpunkt des Geschosses, die relative Bewegung sei seine momentane Bewegung mit der Geschwindigkeit v, die führende Bewegung sei die Drehung der Erde. Dann folgt: Das Geschoß erleidet infolge der Erddrehung eine Coriolis-Beschleu- nigung; diese ist gleich 2.v.v.sin vZ, sie liegt in der Parallelkreisebene von P und steht senkrecht auf v. Sie wirkt ablenkend auf v im Sinne der Drehung. Sind also X, Ỷ,Ż die Kom- ponenten von v im XYZ-System, also X, Ÿ die Komponenten der Äqua- torealprojektion von v, so sind 2v Y, − 2 v X, 0 die Komponenten der Coriolis-Beschleunigung. Sind also X = x(t) Y = (t) Z=3(t) die Gleichungen der Flugbahn ohne Berücksichtigung der Coriolis- Beschleunigung, so sind X=2v · Ÿ+ (t) == = ·2 v⋅ X + Ÿ (t) 3·(t) die Differentialgleichungen der Flugbahn unter Mitwirkung der Coriolis- Beschleunigung. Die Anfangsbedingungen für diese Gleichungen be- stehen darin, daß erstens anfänglich, d. h. für t=0, beide Bahnen in dem- selben Punkte X。 = X。, Yo Yo, Zo = 30 beginnen; und daß zweitens in diesem Punkte für beide Bahnen die Geschwindigkeiten gleich sind, also = 0 = 0 - = 9 Żo = 30. Demnach ergibt die Integration der dritten Gleichung sofort: Z=3, d. h. die Bewegung des Geschosses in Richtung der Erdachse bleibt durch die Coriolis - Beschleunigung unverändert, nur die Äquatoreal- projektion der Bewegung ändert sich. Der Punkt X Y Z passiert eine Parallelkreisebene zur selben Zeit wie der Punkt X 3. Zur Integration der beiden ersten Gleichungen setzen wir X+iY=S X+iY=S; dann kann man sie zusammenfassen in: S = − 2 v i § + 6. +6. Diese Gleichung gibt einmal integriert: Š + 2 vi (S — S。) = &, -