Verlag von Johann Ambrosius Barth in Leipzig Naturphilosophische Vorlesungen Über die Grundprobleme des Bewußtseins und des Lebens von Prof. Dr. Melchior Palágyi Zweite, wenig veränderte Auflage VIII, 302 Seiten. 1924. Rm. 9.-, geb. Rm. 10.50 Rundschau für Literatur und Kunst: Eines der genialsten und funda- mentalsten Forschungswerke, nicht nur Deutschlands oder Europas, son- dern der gesamten Menschheit, des Erdballs. Kein Psychologe darf dieses Buch ignorieren. Willy Schlüter. Der Bücherwurm: Wollte man dieser vor sechzehn Jahren zum erstenmal publizierten, dann viele Jahre unerhältlichen und erst jetzt in gediegener Ausstattung unverändert neu erschienenen Vorlesungswiedergabe aus ihr selber ein Geleitwort voranstellen, so fände man schwerlich ein besseres als den monumentalen Satz: „Die Quelle der Möglichkeit aller mensch- lichen Verirrung ist darin zu suchen, das wir für geistig halten können, was bloß lebendig ist, und für lebendig, was bloß geistig ist." Allein auch der umfassendste Bericht würde nicht das Studium des epochalen Buches ersetzen, das mit Aussicht auf innere Förderung und hohen Genuß freilich nur selbstänuige Denker zur Hand nehmen werden. Ludwig Klages. Wahrnehmungslehre von ――― Prof. Dr. Melchior Palágyi Mit einer Einführung von Dr. Ludwig Klages XXIV, 123 Seiten. 1925. Rm. 6.-, geb. Rm. 7.50 Inhalt: Empfindung und Wirklichkeit. Empfindung und Bewußtsein Die Bewußtheit. Empfindung und Bewegung. Die Widerstandsempfin- dungen. - Vitalistische und mechanistische Naturauffassung. Der moderne Idealismus. Theorie der Phantasie. Raum und Zeit. ― - - ――― - - Die Wahrnehmungslehre bildet die Pforte zur Erkenntnistheorie oder, um- fassender gesagt, zur Wissenschaft von der Entstehung und dem Wesen des Bewußtseins. Palágyi war derjenige, der in der 1901 erschienenen Schrift ,,Neue Theorie des Raumes und der Zeit“, dieser im strengsten Sinne klassischen Abfassung, die Grundmauer seines Systems der Weltmechanik legte. An den jetzigen Umwälzungen in der Physik hat Palágyi deshalb jetzt einen großen Anteil, weil er der Gründer der,,vierdimensionalen Mannigfaltigkeit“ wurde. Die Herausgabe seiner Schriften, die teils früher schon veröffentlicht wurden, teils aus seinem Nachlaß stammen, erscheinen deshalb besonders wünschens- wert und werden in philosophischen und physikalischen Kreisen großes Aufsehen erregen.