Weltsystem (Fragment). 175 Bewegungsformen: 1. Die makrokosmischen Bewegungen, mit denen sich die Himmels- oder Astromechanik beschäftigt, 2. die mikrokosmischen Bewegungen, die den Gegenstand der Molekularmechanik und chemischen Mechanik bilden würden. (Statt des Ausdrucks Mechanik kann auch „,Dynamik" gesetzt werden.) Zwischen diesen beiden Arten von ursprünglichen Be- wegungen träten 3. die uns vertrautesten, von einem Körper auf den anderen übergehenden unsteten Bewegungen, denen auch unsere eigenen organischen sowie maschinellen Bewegungsleistun- gen angehören und die wir als mesokosmische Bewegungen bezeichnen wollen. Diese letzteren haben insofern eine große er- kenntnistheoretische Bedeutung, weil wir sie als illustrierende Bil- der für das Verständnis der perpetuellen makro- oder mikrokosmi- schen Bewegungen benutzen. So z. B. ist die wohlbekannte Kreiselbewegung eine mesokosmische Bewegungsform, die wir analogisch benutzen, um die perpetuelle Achsendrehung der Welt- körper verstehen zu lernen. Oder um ein noch bekannteres Bei- spiel anzuführen, benutzt Newton die mesokosmischen Bewe- gungen des freien Fallens oder auch des Wurfes als Analogien, um eine Theorie für die planetären Umlaufsbewegungen zu gewinnen. Zur Charakteristik der drei Bewegungsarten sei noch erwähnt, daß die makrokosmischen perpetuellen Bewegungen (wie z. B. die Achsendrehung der Erde) uns niemals in ihrer objektiven Un- mittelbarkeit, sondern nur durch einen subjektiven optischen Schein (z. B. durch die Rotation der Himmelsdecke) gegeben sind. Die mikrokosmischen Bewegungen sind noch weit geheimnisvoller, weil sie unmittelbar als Bewegungen überhaupt nicht sichtbar und nicht wahrnehmbar sind. Sinnlich vertraut sind wir durch- aus nur mit den mesokosmischen Bewegungen, denn sie haften an Massen, die zu dem irdischen Milieu gehören, unseren Sinnen zu- gänglich sind, und was noch mehr besagen will, weil wir solche mesokosmischen Bewegungen durch eigene Muskelarbeit, insbeson- dere Gliedmaßenarbeit selbst produzieren können. Kaum braucht es besonders gesagt zu werden, daß makro- und mikrokosmische Bewegungsformen durch unsere Muskelarbeit nicht produziert werden können, da dieselben, wie gesagt, ursprünglichen Charakter haben und mit ihrem Anfang und Ende in den problematischen Anfang und das Ende des Welt- prozesses hineinreichen. Die Unterscheidung der drei Bewegungsarten führt zu drei großen Problemen der allgemeinen Bewegungslehre, die wir gleich hier in der Einleitung kurz skizzieren wollen. a) Das Problem der ursprünglichen oder perpetuellen Bewegungen be- steht zunächst in der Frage, wieso es möglich ist, daß eine Bewe- gungsform unverlierbar an ihrem Träger haftet, solange nur der