292 V. Metrische Geometrie. liegen, um welche umgewendet [AB] mit Berücksichtigung des Sinnes in [B'A'] übergeht. Geht das Dreieck ABC durch Umwendung um A in ABC₁ über, so sei B diejenige senkrechte Halbierende von A'A₁, welche in der Halbierungsebene des Winkels der Halbebenen [A'B′]C'} und [AB]C₁} liegt; dann geht A₁В₁₁ durch Um- wendung um B in A'B'C' über. Demnach ist die Bewegung als Folge der beiden Umwendungen um A und B oder als Quotient B dargestellt.*) A rechte 116. Die Bewegung führt die (resp. jede) gemeinsame Senk- von A und B in sich über und verschiebt jeden Punkt von um den doppelten Abstand der Geraden A und B; ferner dreht sie jede Ebene von um den doppelten Winkel der Ebenen {SA} und (SB), sie besteht also in einer „Schraubung" um die „Schrau- bungsachse" S.**) Um zwei Bewegungen zusammenzusetzen, stelle man sie als A B B A B C und dar, indem man als Umwendachse B die (resp. eine) ge- meinsame Senkrechte ihrer Schraubungsachsen wählt; dadurch sind die beiden anderen Achsen A, C bestimmt und es wird A B A B C C • die zusammengesetzte Bewegung.***) 117. Definition: Ein derartiges Entsprechen zwischen den Punkten des Raumes, daß ähnlichen Figuren ähnliche Figuren ent- sprechen, heißt eine „Ähnlichkeit“. Eine Ähnlichkeit, der in 104 be- trachteten Art heißt eine Dehnung; dieselbe wird durch das Verhält- nis (OAA') charakterisiert. Ist dasselbe gleich k, so wird die Dehnung durch die Transformation y = = kx repräsentiert. Insbesondere entspricht dem Verhältnis k = 1 eine Spiegelung an O. Eine Dehnung heißt positiv oder negativ, je nach- Idem ihr Verhältnis es ist. Eine negative Dehnung ist aus einer positiven und einer Spiegelung an O zusammenzusetzen. 118. Eine aus einer Drehung und einer positiven Dehnung mit festem O zusammengesetzte Ähnlichkeit heißt eine „Mutation" um *)s. Wiener, Leipz. Ber., Math.-phys. Klasse, 42 (1890) p. 76. **) Diese einfache Herleitung eines alten Satzes (s. z. B. C. Neumann, Math. Ann. 1, 1869, p. 195) verdankt man Wiener 1. c. p. 76. ***) Wiener 1. c. p. 13.