228 IV. Affine Geometrie. also ([A'B][B'C]) auf [JJ']; also, wenn und nur wenn der Pascal- sche Satz gilt: ([AA'][CC']) auf [JJ'], d. h. IACJ = IA'C'J', d. h. AC A'C', also = AB+BC AC A'C' A'B' + B'C' = BC + AB, = = was zu beweisen war. Aus AB BC= AB folgt AC AB, also CB, d. h. nur die Strecken BB lassen als Summanden eine Summe ungeändert, sind also als Null anzusehen. Es ist AA BB nach Definition 155. Aus AB+ BX AC folgt AX AC, also eindeutig X = C. Daß die Addition der Strecken AB mit der Multiplikation der Würfe ABIJ übereinstimmt, braucht kaum hervorgehoben zu werden. Infolgedessen können die Strecken AB als Logarithmen der Würfe ABIJ angesehen werden. = = = = = 161. Definitionen: Zwei Halbgerade AB eines Punktes heißen ein Winkel. A und B heißen Anfangs- und Endschenkel, (AB) sein Scheitel, {B} seine Ebene. Sind AAI], A′ AJ zwei Halbgeraden einer Geraden, und B = AT′], B′ = AJ'] zwei Halbgeraden einer Geraden von A, so heißt der Winkel AA' ein gestreckter, die Winkel AB und A'B' heißen Scheitelwinkel, die Winkel AB und BA' heißen Nebenwinkel. Mit AB) resp. AB} wird diejenige Halbebene der Geraden A be- zeichnet, in welcher der Punkt B resp. die Halbgerade B liegt. 162. Satz: Zu jedem Winkel AB gibt es für jeden Anfangs- schenkel und jeden Scheitel C′ in jeder Ebene von A′ genau einen kongruenten Winkel A'B', wenn noch die Halbebene A'X} gegeben ist, in der der Endschenkel B' liegen soll. Beweis: In derjenigen Affinität, in welcher dem Punkte C = (AB) der Punkt C', der Halbgeraden A die Halbgerade A', der Halbebene AB} die Halbebene 'X} entspricht, entspreche der Halbgeraden B die Halbgerade B', dann ist nach Definition Winkel A'B′ = AB. Ergäbe eine zweite Affinität B" B', so gäbe es auch eine Affinität, in welcher der Punkt C' sich selbst, die Halbgerade A' sich selbst die Halbebene 'X} sich selbst, aber die Halbgerade B' der Halb- geraden B" entspräche. Sind nun I, J die Grenzpunkte, O der Pol von A', I' der Grenzpunkt der Halbgeraden B', und J" der Grenz- punkt der Halbgeraden B", so wäre der Wurf der vier Geraden [01], [OJ], [OC′], [OI′], gleich dem Wurf der vier entsprechenden Ge- raden: [01], [OJ], [OC′], [01″], woraus [OI″]=[OI′] folgen würde; also müßte entweder I"I' sein, oder es wären I', I" die Grenzpunkte