110 II. Projektive Geometrie. ist. Ist dagegen für irgend zwei Wurzeln immer entweder 1 1 xy-1-0 У xy+yx P oder P' so folgt ebenso yx. 112. Satz: Der Pascalsche Satz ist unabhängig von den Grund- sätzen der Verknüpfung und in der Ebene außerdem vom Desargues- schen Satze. xy X = Beweis: Es gibt Nicht-Pascalsche Geometrien in einem Raume und in einer Desarguesschen Ebene, nämlich (110) Koordinaten- Geometrien in Zahlensystemen mit nichtkommutativer Multiplikation. 113. Definition: Unter einem Wurf*) werde im folgenden ein Quadrupel von vier Punkten (PQAA) einer Geraden verstanden, deren dritter in einem fest gegebenen Punkte Ao, deren vierter auf einer fest gegebenen Ge- raden [A'A"]liegt, welche nicht durch A, geht. 114. Definition: Zwei Würfe (PQAA), (PQAA) zweier Ge- raden heißen gleich (=), wenn und nur wenn Pund P' mit ([AA"] [QQ']) in einer Geraden liegen (s. Fig.). Diese Definition ist zulässig, da der Satz besteht: - LA 0, 115. Satz: Sind zwei Würfe zweier Geraden einem dritten gleich, so sind sie einander gleich (s. Fig.). Beweis: Ist (P'Q'AA') = (PQA,A) und (P" Q″ A¸A″) = (PQA。4), - = so ergibt der Desarguessche Satz für die Dreiecke PP'P" und QQ'Q", daß ([P' P"], [Q' Q']) auf der Geraden [([PP']), [QQ']), ([PP″], [QQ″])] = [A′ A″] *) von Staudt, Beiträge zur Geometrie der Lage. I (Nürnberg 1856) p. 15.