76 II. Projektive Geometrie. Gerade, wenn sie „identisch" sind. In entsprechender Weise sind die übrigen Sätze abzuändern. Solche,,singulären" Geometrien sind z. B. Studys Geometrie der Dynamen und Geometrie der Somen*): ebene bzw. räumliche Geometrien von Punkten mit dualen Koordinaten (s. I 46, p. 17). Man kann in einer „singulären" Geometrie Netze von lauter nichtsingulären Elementen bilden, in denen also trotz der singulären Koordinaten alle Verknüpfungs- sätze ausnahmslos genau wie in einer „nichtsingulären" Geometrie gelten. Um dies nur für eine ebene Geometrie mit dualen Koordinaten a+bi (mit i² 0) zu zeigen, betrachte man das System der Punkte: = (l + (m + n) i, m + (l + n) i, n + (l +m) i) = P₁,m,n, wo l, m, n nicht alle drei gleich Null sind, und der Geraden: -- · 2,μ, vi 2, [λ — (µ + v) i, µ — (λ + v) i, v − (2 +µ) i] - = &₂ wo λ, u, v nicht alle drei gleich Null sind. Dieselben bilden ein Netz, denn die beiden verschiedenen Punkte P Pu,m',n' bestimmen die Gerade G,,, mit λ = mn' — m'n, µ = nt' — n'l,' v' = l'm' — I'm, λημ,ν welche in der Tat zu dem betrachteten System gehört, weil niemals λ = μ = 2' = O sein kann; dann würde nämlich, für z. B. n + 0: ,m,ni - n' = n " m, n d. h. Pim,n Pr,m,n' folgen, gegen die Voraussetzung. Ebenso be- stimmen zwei verschiedene Gerade des Systems einen Punkt desselben. Dieses Netz enthält keinen singulären Punkt (ai, bi, ci); denn l=0, m = 0, n = 0 ergäbe nur (0, 0, 0), keinen Punkt des Netzes; ebenso enthält das Netz keine singuläre Gerade. Eine ebene singuläre Geometrie erhält man z. B. auch, wenn man die Punkt paare (AB) und Geraden paare [A B] einer nichtsingulären Geometrie als „Punkte“ und „Geraden“ auffaßt. Die beiden verschie- denen Punkte (AB), (A′B′) bestimmen die Gerade [[AA′][BB′]] im allgemeinen eindeutig, nämlich wenn sie nicht halbidentisch (AA' oder B B') sind; usw. = n' で ​1, n m' = = n' n n' 68. Satz: Unter Zugrundelegung eines Zahlensystems wie in 61 werde ein Zahlenquadrupel (x, y, z, t), wo x, y, z, t nicht alle Null sind, als Punkt, zwei Punkte (x, y, z, t), (λx, y, z, t), wo 2 von Null verschieden ist, als identisch, ebenso ein Zahlenquadrupel derselben Art (§, n, s, t} {l, nl, sl, tl) als Ebene bezeichnet und das Zu- *) Study, Geometrie der Dynamen (Leipzig 1903) p. 556.